Der Verband Kunstmarkt Schweiz (VKMS) als Dachorganisation der vier Kunsthandelsverbände (Galeristenverband, Antiquarenverband, Auktionatorenverband und Kunsthandelsverband) bezweckt die Wahrung der Interessen der Kunstmarktteilnehmer im Handel gegenüber Behörden, Verbänden, Privaten und Medien. Der VKMS setzt sich ein für einen Dialog in Politik und Recht, der sich den Besonderheiten des Kunstmarktes nicht verschliesst - er nimmt deshalb eine aktive Rolle in der Gestaltung der Kulturgesetzgebung und -politik ein. Zum Wohl der Schweiz als intakter Kunsthandelsplatz.

Über die rein wirtschaftlichen Interessen hinaus ist es dem VKMS wichtig die kulturelle Bedeutung der Arbeit der Mitglieder der einzelnen Verbände hervorzuheben. Ein intakter Kunsthandel in allen Facetten ist noch immer treibende Kraft für einen vitalen Kulturstandort Schweiz: So ist dessen Expertise zentral für die Entdeckung und Förderung von Künstlern, für öffentlich zugängliche Ausstellungen und Auftritte an Kunstmessen, für Kooperationen mit Museen und Kunsträumen, für die Herausgabe von Publikationen, einen Austausch mit Sammlern und schliesslich für die Betreuung von Nachlässen und Archiven.

Aktuell

Newsletter BAK

Das Bundesamt für Kultur BAK informiert seit dem 31. März 2021 per Newsletter über die neuesten Entwicklungen der Unterstützungsmassnahmen des Bundes in der COVID-19-Krise.

Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen

Finden Sie hier eine Wegleitung zu Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen mit Fokus auf die Vermittlungstätigkeit von Galerien und Kunsthändler mit Galeriebetrieben.

Die Auswirkungen von COVID-19 auf den Galeriesektor

Finden Sie hier einen Report der Art Basel und der UBS mit neusten Zahlen und Erkenntnissen zu den Auswirkungen von COVID-19 auf den globalen Galeriesektor.

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Organisation

Geschäftsführung

Dr. Andreas Ritter, Rechtsanwalt

Sekretariat

MLaw Riana Gasser

Dossiers

Urheberrecht

Der VKMS setzt sich dafür ein, dass die Gesetzgebung im Urheberrecht auch im digitalen Zeitalter die Interessen aller Kunstmarktteilnehmer widerspiegelt. So wurde erfolgreich argumentiert, dass eine Einführung des sog. Folgerechts („Droit de Suite“) bedeutend mehr negative Auswirkungen auf den Kunsthandelsplatz hätte. Durch den Vorteil auf diese zusätzliche Abgabe beim Verkauf eines Kunstwerks auf dem Sekundärmarkt zu verzichten profitieren alle Beteiligten, auch die Künstler. Der VKMS beteiligt sich auch weiterhin an aktuellen Diskussionen mit dem IGE (Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum), dem BAK (Bundesamt für Kultur), der ProLitteris u.a.m., etwa zum Thema „Appropriation Art“ oder „Lichtbildschutz“, und informiert seine Mitglieder zum Stand von Gesetzgebung und Praxis im Zuge der digitalen Transformation.

Geldwäscherei

Der VKMS verfolgt zeitnah die problematische Europäische Entwicklung einer zunehmenden Verschärfung der Geldwäscherei-Richtlinien auch im Kunstmarkt und versucht Einfluss zu nehmen, um durch Aufklärung über die Realität des Berufsstandes von Kunst- und Antiquitätenhandel eine gesetzgeberische Formulierung von drastisch verschärften Regeln zu verhindern. Galerien und Händler können nicht gleich behandelt werden wie Banken. Ziel ist es eine den Verhältnissen angepasste pragmatisch verstandene Due Diligence beim Ankauf und Verkauf von Werken zu etablieren. Deshalb arbeitet der VKMS aktiv an Selbstregulierungsmassnahmen der einzelnen Verbände mit und führt Gespräche mit verschiedenen Akteuren wie ArtBasel, der Initiative RAM (Responsible Art Market) aus Genf, vor allem aber mit der Bundesverwaltung. Ziel muss es sein nach der COVID-Krise keine gesetzgeberischen Vorhaben mehr auf den Weg zu bringen, die neuen Aufwand für die Marktteilnehmer generieren.

Kulturgüterschutz

Der VKMS nimmt aktiv teil am noch laufenden Gesetzgebungsprojekt der Kulturbotschaft (gegenwärtig im Parlament) und unterstützt das Vorhaben, wonach der Abschluss von bilateralen Vereinbarungen sowie Projekte zur Erhaltung des bedrohten kulturellen Erbes im internationalen Kontext deutlich machen, dass sich die Schweiz für den legalen Kulturgüteraustausch engagiert und sich gegen illegale Aktivitäten aktiv einsetzt. Damit kann die Schweiz ihre Reputation als Kunsthandelsplatz schützen, was dem VKMS ein Anliegen ist. Mit dem BAK werden aber auch Diskussionen geführt, wenn es um einen sinnvollen Einsatz von Provenienzrecherche in Schweizer Museen geht, der nicht ohne Entschädigungsleistungen auf dem Buckel involvierter Kunsthändler ausgetragen werden darf.

Raubkunst

Der VKMS beteiligt sich aktiv an internationalen Konferenzen zu den Themen Raubkunst und Provenienzforschung und arbeitet mit Experten in diesen Bereichen zusammen. Gleichzeitig wird ein Austausch mit der Fachstelle des BAK zu diesem Thema gepflegt und es werden auch fortlaufend Anfragen von interessierten Parteien beantwortet. Auch hier ist gegenüber der Bundesverwaltung angemerkt, dass ein Einbezug des Handels in Provenienzforschungsprojekte wünschenswert ist, aber auch entschädigt werden muss.

(Mehrwert-)Steuer

Der VKMS ist im Gespräch mit Zoll- und MWST-Behörden, mit Lagerhaltern, Transporteuren, Versicherungen und weiteren Akteuren der Branche. Halbwahrheiten soll durch eine transparente Information über die aktuelle Zoll- und Steuergesetzgebung entgegengetreten werden. Es soll darauf hingearbeitet werden, dass zukünftige Anpassungen insb. der MWST-Gesetzgebung die Realitäten der verschiedenen Transaktionen im Kunstmarkt abbilden. In Zeiten nach der Pandemie wird die Rede vom Bürokratie-Abbau endlich in Taten umzusetzen sein. Auch für Steuermodelle zum Anreiz für den Erwerb von Kunstwerken will der VKMS sich in naher Zukunft einsetzen.

Kunstmarkt Diverses – Digitalisierung – Unterstützung von Kunstmessen

Der VKMS verfolgt in diversen Digitalisierungsprojekten (zu Themen wie Geldwäscherei und Provenienzrecherche, Authentizitätsfragestellungen) die Entwicklung des Marktes sehr genau. Auch bei dieser Transformation des Kunstmarktes, die zufolge COVID-19 eine unglaubliche Beschleunigung erfahren hat, will der VKMS für die Verbandsmitglieder eine führende Rolle einnehmen und Hilfestellung anbieten, damit auch kleineren Betrieben ein Zugang zu digitalen Geschäftsmodellen nicht verwehrt wird. Der VKMS führt sodann Gespräche mit dem BAK und der ProHelvetia, wenn es um Modelle der Unterstützung von Schweizer Galerien und Kunsthandelsbetrieben geht, die in Post-COVID Zeiten Projekte von Schweizer Kunstschaffenden an in- und ausländischen Kunstmessen präsentieren.

Über die rein wirtschaftlichen Interessen hinaus will der VKMS die kulturelle Bedeutung der Arbeit der Mitglieder der vier Kunsthandelsverbände hervorheben. Ein intakter Kunsthandel ist noch immer eine treibende Kraft für einen vitalen Kulturstandort Schweiz. Um diese wichtige Arbeit auch in Zukunft fortsetzen zu können, bedarf es der Führung eines Dialogs mit den Instanzen in Politik und Recht, die sich den Besonderheiten des Kunstmarktes nicht verschliesst.

Kontakt

VKMS

Verband Kunstmarkt Schweiz
Postfach 3226
Höschgasse 28
8034 Zürich

info@kunstmarktschweiz.ch
+41 44 269 66 88

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